Glaube

Aus Die Welt von Tir Draco'Nis
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Einführung

Für meine Welt habe ich lange überlegt und Stück für Stück ist meine Götterwelt entstanden. An manchen Stellen habe ich mich an Pathfinder angelehnt. Ok, etwas Einfluss auf dieses Werk kommt auch vom größten Rollenspiel Deutschlands. Aus Copyright Gründen kann ich hier nicht den Namen nennen, es sei lediglich gesagt, es geht um ein Auge, zwinker.

Ich weiß gar nicht mehr, die wievielte Überarbeitung es jetzt ist. Doch ich hoffe, dass ich damit an einem Punkt bin, der nur noch kleiner Erweiterungen benötigt, bis es komplett ist. Für mich ist es wichtig, dass die Götter, nahbar sind und auch manchmal fehlbar. Sie sind nicht perfekt und ich hoffe, dass es sie somit sympathischer macht.

Die Macht des Glaubens, so sagt man, ist mächtiger als die Kriege von Armeen und Imperien. Der Glaube gestaltet sich verheerender als die Kraft von Magie oder Monstern. Es gibt eine große Anzahl von Gottheiten: gnädige Beschützer, gefühllose Beobachter, finstere Zerstörer und unwägbare Wesenheiten, die alle ihr persönliches Ziel auf der Welt verwirklicht sehen wollen. Allerdings gibt es das Pantheon, welches dem Einhalt gebieten soll. Es regelt die Einmischung der Götter in die Welt der Sterblichen.

Schließlich ist die Macht, die ihnen innewohnt, unvorstellbar und sehr groß. Es gibt viele Diener, die auf Erden wandeln und den Willen ihrer Gottheit ausüben. Nicht immer zum Wohlgefallen des Pantheons, doch solange nichts vorfällt, was das Gleichgewicht stört, greift niemand ein.

So los geht’s. Dieses Band gibt einen Einblick in die Welt der Götter auf Tir Draco’Nis. Sie ist nicht vollständig, da viele Schriften im Laufe der Jahrtausende verschwunden sind, zerstört wurden oder aufgegessen.

Die folgenden Seiten liefern Informationen zu den 13 Göttern des Pantheons, dem Urgott, wenn man so sagen will und einigen Lokalen- und Nebengottheiten.

Der Glaube

Mit dem Glauben ist nicht der Glaube an sich selbst gemeint. Auch wenn das so manchen gerne glauben möchte. Nein! Hier geht es um mehr. Um sehr viel mehr. Es geht um die Götterfamilie. Ja, du hast richtig gelesen, Familie. Die Hauptgötter zumindest, sind miteinander verwandt. Einige der Nebengottheiten auch, die deren Großteil stammt wo anders her.

Niemand glaubt mehr an die alte Mär, dass die Götter unter uns wandeln. Ha, falsch gedacht. So mancher Gott macht dies auch heute noch. Der Unterschied ist nur, dass ihn keiner mehr als Gottheit wahrnimmt, sondern als Lebewesen wie du und ich.

In den alten Tagen war dies anders. Da wurde ein Gott, sobald er die Erde betrat, angebetet, hochgelobt, gefeiert und vieles mehr. Manchen ging die Verehrung zu weit. Deshalb gab es eine lange Zeit, in der kein Gott auf Erden wandelte, bis die Lebewesen sich beruhigt hatte.

In der heutigen Zeit sind die Götter unterschiedlich präsent. Bei Bauern und Tagelöhnern werden die Götter weniger verehrt als bei Diener der Götter, also Priester, Kleriker und solche. Es ist manchmal Schade, dass die Lebewesen sich entfremden. Manche Götter versuchen, die Bewohner wieder zum Glauben zu bewegen. Manchmal gelingt es, doch öfters geht es schief.


Kosmologie von Tir Draco'Nis

Seit es die ersten sterblichen auf der Welt gab, stellten sie sich seit jeher Fragen zur Welt um sie herum. Wohin werden wir gehen? Woher kamen wir einst? Was machen wir hier? Und was macht das Göttliche aus?

Glaube, Religion und Kirche waren schon immer ein Weg, die Strukturen des Kosmos zu erklären und einen Sinn darin zu suchen. So wundert es nicht, dass es in ganz Tir Draco’Nis eine Vielzahl von Legenden und Mythen gibt. Manche sind wahr, doch es gibt auch welche, die auf falsche Überlieferungen fußen oder schlichtweg erfunden sind.

Mythen und Legenden

Mythen sind eine Vereinfachung von Ereignissen, die nicht völlig für bare Münze genommen werden sollten. Doch ebenso wenig sollte man sie als Hirngespinst oder Fantasie abtun. Sie sind nicht starr, sondern verändern sich mit der Zeit und dem Erzähler. Auch wenn viele Mythen einen wahren Kern haben, ist es nicht ihre Aufgabe, ein präzises Abbild der Vergangenheit zu liefern. Legen beruhen auf alten und heute meist vergessenen Prophezeiungen oder Offenbarungen.

Vom Ursprung der Welt

Einst hatte jede göttliche Kirche eine Variante für den Schöpfungsmythos. Allerdings hat sich dies im Laufe der Zeit geändert. Wie auch die Götter sich änderten. Von manchen ist es bekannt, warum, und von anderen ist es ein gut gehütetes Geheimnis.

Das Wesen der Götter

Auch Götter haben eine Geschichte. In der Regel ist sie anders verlaufen, als in den heiligen Schriften vermerkt ist, warum nur? Nun die Tempel wollen unfehlbare Götter haben. Doch das glaubt eh keiner. Die Bewohner von Tir Draco’Nis haben es gern, wenn die Götter wie sie selber, fehlbar sind. Das macht sie glaubwürdiger.

Die Geschichte der Götter

In einer verlassenen Stadt wurde ein Tempel gefunden, der einem unbekannten Gott geweiht war. Die Schriften konnten erst nach vielen Jahrhunderten von den Gelehrten des Drachenordens und den Hochdrachen entschlüsselt werden. Die Bewohner dieser Stadt verehrten Drako Vorik. Heute nimmt man an, dass es der Name des Allvaters war. Somit der erste Gott auf der Welt. Der Name lässt vermuten, dass es sich dabei um einen Drachen handeln muss. Doch die gefundenen Schriften berichten von etwas anderem. Auch die Zeugen aussagen, der damaligen Expedition berichten von unterschiedlichen Darstellungen des Gottes.

Fangen wir mit dem Tempel an. Dieser Bau beherrschte den Platz. Eine große Treppe führte über zwei Terrassen hinauf zum Eingang. Um den Tempel herum stehen dicke Säulen, die das Dach tragen. Der Tempel ist quadratisch gebaut und führt nach hinten. Eine große bronzene Doppeltür versperrt den Eingang. Die Halle ist gesäumt von Säulen. Es gibt Schächte, durch die Licht in den Innenraum dringt. Der quadratische Raum wird dominiert von der Statue des Gottes, der auf einem Sockel aus schwarzem Basalt steht. Dahinter sind zwei Türen. Die linke Tür führt in den Bereich des Hohepriesters. Die Rechte Tür in die Katakomben mit den Räumen der Ordensbrüder, Gebetszellen usw.

Jetzt kommt das unfassbare. Die Statue sieht für jeden anders aus, der sie betrachtet. Manche sehen einen Elfen, eine Nava'Jar, einen Drachen, einen Baum, eine Frau oder ganz was anderes. Die wahre Gestalt der Statue zeigt sich nur dem Hohepriester. Es heißt, dass die Statue vom Gott selbst geschaffen wurde. Er soll in seinem Haupttempel auf dem Sockel selbst stehen und warten, bis die Welt ihn braucht.

Die Welt war jung und auf dem großen Kontinent gab es außer Tieren und Pflanzen kein Leben. Es war ruhig. Auf einer Insel in einem Bergsee wuchs ein großer Baum. Besser gesagt ein riesiger Baum. Dieser Baum war der erste Seelenbaum dieser Welt. Sein Samen verbreitete sich durch den Wind und überall auf der Welt fingen Seelenbäume an zu wachsen. Jedoch wurde keiner so groß, wie der Baum auf dieser Insel. Dieser war es auch, der seinen Kindern Leben einhauchte. Ihr Wurzelwerk verzweigte sich und sie speicherten jedes Wissen von den Tieren, die starben. In dem See lebte ein großer Fisch. Er konnte auch an Land gehen und dort einige Zeit leben. Es heißt, er vierliebte sich in den Baum. In beiden wohnte Magie. Starke natürliche Astralmagie. Beide waren denkende und fühlende Wesen.

So geschah es eines Tages, dass die beiden Magie wirkten, damit sie sich begegnen konnten. Es dauerte viele Monde, bis der Baum wusste, wie er sich wandeln konnte, dass er Zwei Beine hatte und sich bewegen konnte. Der Fisch tat es ihm nach.

So kam es, dass beide sich eine Lebensform gaben, die einem humanoiden sehr ähnelte. Der Baum gab sich eine weibliche Figur, da sie sich als Mutter allen Lebens sah. Der Fisch hingegen gab sich eine männliche Figur, als Gegenpart.

Aus ihrer Liebe entstanden zwei Wesen. Eine Frau und ein Mann. Sie waren so groß, wie ein erwachsener Baum, zwei Schritt und mehr. Sie waren von blauer Farbe und schwarzem Haar. Ihre Augen waren groß, so wie bei Raubkatzen und die Pupillen spiegelten die Sonne und den Mond. Ein Schwanz half ihnen bei weiten Sprüngen. So wurde das Volk der Nava’Jar geboren. Es gingen Monde in das Land und das Volk wuchs. Es war intelligent. So bauten sie Flöße und setzen auf das andere Ufer über. Dort verstreuten sie sich in alle Winde. Sie verehrten den Baum, als Mutter Natur, Gaia genannt.

Der Fisch wurde auch verehrt, doch nicht so wie der Baum. Das war ihm sogar recht. Ein sterilisierter Fisch wurde sein Symbol. Die ersten Tempel entstanden. Die beiden sahen über ihre Kinder und freuten sich. Durch den Glauben der Nava’Jar bekamen sie neue Macht und magische Fähigkeiten. Das Volk hat sie zu Göttern erhoben. Und so geschah es, dass die beiden auf dem Berg Navarl eine Heimat bauten. Dort oben konnte kein anderer hingelangen, der nicht über bestimmte magische Eigenschaften verfügte.

Der Tempelberg, so wurde er genannt. Auf der Ebene, 40 Schritt über dem Boden wurden der Gaia Tempel errichtet. Er sollte den Göttern als eine Art Eingangstor zur Welt dienen.

Neue Götter braucht das Land

Wortspiel. Die beiden liebten sich auch weiterhin. Und so geschah es, dass sie Kinder bekamen, die ihnen nacheiferten. 11 an der Zahl waren es. Gaia und ihr Mann schufen neue Völker. Diese verehrten auch sie, doch es gab immer welche, die auch ihre Kinder verehrten. So erreichten die 11 auch den Status von Göttern.

13 Götter sorgten dafür, dass die Welt bewahrt wurde. Das Leben entstand und auch wieder entschwand. Sie sollte es bei den jüngsten Völkern sein. Denn die Langlebigkeit der ersten Völker sollte bei den anderen nicht sein. Was als Experiment begann, entpuppte sich als sehr gute Idee.

Das Pantheon der Gottheiten

Gaia und der namenlose Gott gab es schon, als die ersten Humanoiden das Land bevölkerten. Selbst die Hochdrachen, also die intelligenten, verehrten Gaia. Noch vor dem ersten Zeitalter wurden 11 Kinder von Gaia geboren. Ihr Mann, der Gott ohne Namen, war stolz auf die 11. Auch wenn sich die 11 im Laufe der Zeiten wandelten, so blieben sie doch immer die Kinder der beiden Hauptgottheiten. Beide waren stolz auf sie. Es gab eine Zeit, in der das Pantheon aus 13 Gottheiten bestand. Ihre Kinder passten sich den Völkern an und nahmen auch ihre Gestalt an, um unter ihnen zu wandeln. Sie ist es nicht verwunderlich, dass die Götterstatuen sie in ihrer neuen Gestalt darstellen.

Eines ihrer Kinder schuf ein Reich des Schreckens. Alle in Ungnade gefallen Toten gelangten in sein Reich. So war es auch gedacht. Doch er wollte mehr. Es gab einen Kampf und der 13. Gott verlor. Der Sage nach wurde er von einem seinen Brüdern getötet und selbst in die Untoten Lande geschickt.

Doch es ward anders, als die Geschichtsbücher es heute erzählen. Nur die alten heiligen Schriften, die nur von den Hohepriestern gelesen werden dürfen, steht die Wahrheit. Der 13. Gott, Guvanu’Amar’Eru, wurde nicht besiegt, sondern seine Schwestern und Brüder stärkten seinen Anspruch auf die Unterwelt, um die anderen kleineren Götter zu beherrschen. So wurde das Gleichgewicht sichergestellt. Als Preis für seine Arbeit wurde er aus dem Pantheon des Lichtes vertrieben. Seine Tempel fielen ein und seine Schriften zerfielen zu Staub. Er ging diesen Handel zum Wohle der Welt ein.

Dank seiner Arbeit gelangt die Dunkelheit nicht an die Macht und das Gleichgewicht bleibt gewahrt. Bei Gottesgerichten ist er immer anwesend, wenn es um dunkle Magie geht. Er richtet zusammen mit seinen Geschwistern jeden Toten. Es heißt, dass er wie seine Geschwister, ab und zu auf der Welt wandelt

Nebengötter

Im Laufe der Zeit ist die Zahl der Nebengötter und Gottähnlichen Personen stetig angestiegen. Auch die Lokalgottheiten haben die Jahrtausende überlebt.

Gebäude des Glaubens

In den alten Tagen hatte jeder Gott seinen eigenen Tempel oder einen Schrein. Deshalb haben sich die kleinen Orte auf ein oder zwei Lokalgottheiten geeinigt und die restlichen erhielten kleine Schreine. In den Städten nahmen die Tempel überhand. 12 Tempel nahmen sehr viel Platz ein. Deshalb hatten nur große Städte für jeden Gott einen Tempel. Zwischen der alten Zeit und der heutigen ist ein großer Unterschied. Die Art, wie die Götter angebetet werden hat sich gewandelt, genauso wie die Tempel und deren Diener.

Schreine

Kleine Altäre die manchmal überdacht waren. Schreine gab es an Wegkreuzen oder als Erweiterung von Tempeln.

Tempel und andere Gebäude

In alten Zeiten hatte jede Gottheit ihren eigenen Tempel. Da auf dem Lande es nicht üblich war, dass ein Dorf zwölf Tempel hat, wurde dort nur ein Tempel mit 12 Schreinen errichtet. Ein Gemeinschaftspriester leitet den Tempel im Namen der 12.

Die Tempelbauten ähneln sich. Nach der Eingangshalle befindet sich ein Rundbau. Die Kuppel wird von Säulen getragen und ist oben offen.

Die Tempel auf dem Lande sind auch so aufgebaut. In der Mitte steht der Baum des Lebens, der Gaia symbolisiert. Der Baum steht auf einer Insel. Diese Insel steht in einem Becken, welches das heilige Wasser enthält. Es entspringt auf der Insel mit dem Baum. In den Stein um diese Insel herum sind in Abständen sterilisierte Fische eingemeißelt. Diese stellen den Gott ohne Namen dar. Ihren Gatten. Eine Treppe führt über das Wasser. Doch die letzte Stufe zur Insel fehlt. Vor dieser Stufe ist eine Plattform mit dem Altar. Nur die Priester dürfen dort stehen und nur der Hohepriester darf die letzte Stufe betreten. Bei jedem anderen ist es Gotteslästerung. Sie verfügen über ein Eingangsportal, in der Regel eine massive Holztür mit Öffnungen in den Flügeln, die durch ein Gitter geschützt sind, und eine runde dreimannshohe Halle, in deren Mitte der Seelenbaum der Gaia steht. Die Kuppel oben ist offen. Im Rundbau sind 11 Fenster eingelassen.

Wer sich wundert: Das Pantheon besteht aus zwölf Göttern, es sind nur 11 Fenster in der Wand. Dazu zählt noch die offene Kuppel. Somit sind es 12. Doch auch die Eingangstür wird mitgezählt, da diese auch Fenster besitzt. Dann wären wir bei dreizehn. Somit entsprechen die heutigen Tempel dem alten Pantheon der 13 Götter. Zufall oder gewollt?

In den Schriften heißt es: “Gaias Wunsch und der des Namensloses Gottes war es, dass jeder Tempel über 13 Fenster zum Innenraum verfüge. Das 13. Fenster ist in die große Eingangstür einzubauen und zu vergittern. Sie steht für den verlorenen Sohn.”

Links und rechts neben dem Eingang sind jeweils 5 Nischen eingebaut. Dort stehen die Statuen der Kinder. Das Besondere ist, dass diese Statuen in Lebensgröße dort stehen. Unter dem Rundbau gibt es einen Geheimraum, der nur durch den Raum des Hohepriesters zu betreten ist. Daneben ist die Bibliothek des Tempels. Der Hohepriester kann sich unter der Insel hinsetzen und lauschen. Durch kleine Öffnungen im Sockel gelangt jedes Wort in sein Ohr. Der Rundbau verstärkt dies noch. Wer flüstert, wird trotzdem von jedem im Tempel gehört. Am Ende des Baus führen drei Türen in die hinteren Räume.

Die Linke Tür führt in den Trakt der Diener, Helfer und der kleinen Tempelschule. Die mittlere Tür führt in die Kellergewölbe. Die rechte Tür in den Bereich des Hohepriesters mit Amtszimmer, eigener Garten, eigenes Bad und eigene Räume. Im Amtszimmer ist immer eine Geheimtür hinter dem Schreibtisch in die Wand eingelassen. Der Mechanismus, um diese zu öffnen, ist unterschiedlich. Hinter dem Tempel zwischen den beiden Anbauten ist der Gottesgarten. Hinter dem Tempel steht der Glockenturm, der zu jeder dritten Kerze läutet.

Kloster

Ein Kloster ist eine Anlage, in der verschiedene Völker in einer gemeinschaftlichen, auf die Ausübung ihres Glaubens konzentrierten Lebensweise zusammenleben. Die Klosteranlage besteht in der Regel aus Kult-, Wohn- und Wirtschaftsgebäuden und eventuell noch weiteren Bauwerken.

Die Statuen

Wird eine Statue benötigt, so geht der Hohepriester zu einem Steinmetz, den der Gott ausgesucht hat. In der Regel ist dies ein älterer Handwerker. Der Gott schenkt ihm seine Gnade. Dadurch gelingt es ihm, dass die Statue des Gottes exakt so aussieht, wie eine andere Statue des gleichen Gottes. Nach seiner Arbeit erhält er eine weitere Gnade. Sein Tod steht vor der Tür und der Gott gewährt ihm Einlass in das Reich der Seelen und Gesundheit für seine Kinder. Es kam schon vor, dass todkranke Kinder wieder gesund wurden. Natürlich kann der Handwerker den Handel auch ablehnen. Es bleibt ihm überlassen.

Die heiligen Konzile des Glaubens

Die Tempeldiener, Priester und alle anderen, die in den Tempeln und Orden arbeiteten forderten die Einberufung eines Konzils, um die Rahmenbedingungen einmal festzulegen. Der Wildwuchs war nicht mehr auszuhalten. Auch die Götter forderten einen Konsens.

Es dauerte noch einige Jahre, bis die Vertreter der Götter, Klöster und Orden sich trafen. Es wurde ein Konzil einberufen, welcher am wichtigsten Ort der neuen Geschichte stattfinden sollte. Der Ort Gilgamesh wurde dafür gewählt. Hier wurde der Codex der Magie ausgearbeitet und ein Vertrag aufgesetzt, an den sich bis heute alle magischen Personen und Wesen halten. Also beschloss man auch für die Welt des Glaubens diesen Ort zu wählen. Das Konzil bestand aus fas 100 Personen und dauerte gut zwei Monate. Es gab sehr viel zu bereden, zu handeln und abzustimmen. Am Ende waren bis auf die Elfen, alle glücklich mit dem Ergebnis. Damit wurde eine neue Zeit im Glauben eingeläutet.

Priester - Diener der Götter

Nimmt man sich die Zeit und fragt verschiedene Priester, warum sie zu dem geworden sind, wird man immer eine andere Geschichte hören. Es wird selten vorkommen, dass zwei Priester die gleiche Geschichte erzählen. Es gibt die unterschiedlichsten Gründe. Keiner wird seinen Stand hinterfragen. Sie haben sich letztendlich freiwillig für den Dienst an ihrem Gott entschieden.

Mehr zu den Priestern

Die Götter

Die Hauptgötter

Nebengötter

Philosophien

Gottwerdung

Lange Zeit glaubten die Sterblichen, dass der einzige Weg, zur Gottheit zu werden, darin liege, dass man als eine solche „geboren“ werde. Doch es geht auch anders. In den Nordlanden gibt es eine lokale Gottheit Namens Soltar. Er soll einst als Mensch geboren worden sein und durch die Gunst der Götter ist er am Ende selber einer geworden. Er kämpfte einen Kampf in deren Namen mit einer Ausrüstung, die von Göttern stammte. Aufgrund seiner Taten wurde er schließlich von anderen angebetet. Die Legende besagt, dass der Winterwolf mit ihm zusammen gekämpft habe, Seite an Seite.

Während seines Lebens half Soltar anderen. Da er viel auf Reisen war, hängte seine jüngere Schwester immer Nachrichten in den Apfelbaum. Ist er am Haus vorbeigekommen, nahm er die Nachrichten und las diese. Durch die Ausrüstung der Götter, lebte er länger als jeder andere. Nach über zwei Jahrhunderten hingen immer noch Zettel in den Apfelbäumen. Nur das diese nicht mehr von seiner Schwester waren, sondern von anderen Menschen.

„Wander hilf, …“[1] begannen diese Zettel. Er versuchte immer, wenn er konnte, einen dieser Zettel zu erledigen. Nach dem Kampf geschah folgendes. Jeder Zettel, den er erfüllte löste sich in goldenen Funken auf. Ein junges Mädchen, dass er eins rettete schwor bei seinem Namen, sie möchte jedem helfen, der ihrer Hilfe bedarf. Sie wurde seine erste Hohepriesterin. Mittlerweile sind weitere Jahrhunderte ins Land gezogen. Es gibt keine großen Tempel, sondern an jeder Weggabel steht ein großer Apfelbaum. Jeder, der unter diesem Baume Schutz sucht oder nur ein schattiges Plätzchen ist willkommen. Unter diesem Baume herrscht Waffenruhe. Jeder der möchte, darf sich einen Apfel nehmen. Hat jemand genug zu Essen, so ist es Pflicht, mit den anderen zu teilen.

Er wandelt noch immer auf der Welt, denn er hat nicht vor, in die göttlichen Gefilden zu gehen.

Das Totenreich

Der alte Glaube an das Totenreich kehrt langsam wieder zurück. Schauen wir einmal zurück zum alten Glauben, an den Allvater. Es ist schon lange her. In diesen Tagen, als jemand gestorben war, gelangte seine Seele in den großen Saal der Toten. Dort stand der Verstorbene vor dem Totengericht. Der Allvater hatte den Vorsitz. 10 Totenrichter urteilten über den Verstorbenen. Sein Leben wurde auf die Waageschale gelegt und gewogen.

Neigte sich die Waagschale auf die falsche Seite gab es nur ein Tor, durch das der Verstorbene gehen konnte, das schwarze Tor der Schande. Dahinter befand sich das große nichts. Neigte sich die Schale auf die richtige Seite, so konnte der Verstorbene aus fünf Türen wählen.

Egal für welche er sich entschied, alle fünf führen in ein Paradies.

Die neuen Götter verdrängten das alte Totengericht, doch das Pantheon hat sich wieder daran erinnert. Nun sind es beim Totengericht 12 Türen, aus denen der Verstorbene wählen darf. Doch es ist egal. Denn alle 12 Totenreiche sind offen. Der Verstorbene kann zwischen diesen Reichen reisen. Somit erhielt das Totengericht wieder Einzug in das gemeinsame heilige Buch des Pantheons mit seinen Gleichnissen, Gebeten und Riten.

Göttliches Gericht

Es gibt im ganzen Reich nicht viele Orte, an denen das göttliche Gericht tagen kann. Dem Himmelstempel einmal ausgenommen. Dazu notwendig ist das Siegel des Pantheons, welches durch göttliche Magie in den Fußboden gewebt sein muss. Für das komplette Gericht gibt es nur drei bekannte Orte.

  • Der höchste Tempel des Pantheons in der Hauptstadt des Hochkönigs
  • Im Empfangssaal der Drachenfestung auf dem Hauptkontinent
  • Im alten Tempel auf “Marple Island”

In den restlichen Tempeln wurde das Siegel in Silber in den Boden eingelassen. Somit ist ein kleines Gericht des Pantheons möglich.

Jeder Priester kann ein solches Gericht einberufen. Bei den kleinen Gerichten sind die Hohepriester die Richter und stehen dabei auf dem Siegel. Sie werden durch die Götter beraten. Das goldene Siegel allerdings ist für die Götter selbst. Wird hier ein Gericht einberufen, erscheint eine Richterbank mit allen 12 Göttern. Als Beisitzer ist der verstoßene Sohn mit dabei sowie einer seiner Helfer. Dies kann der Dämonenrichter oder Dr. T.O.D. sein. Je nachdem, wer vor diesem Gericht als Täter steht. Es muss immer ein Vertreter der Gilde der Magier mit Anwesend sein, der den Angeklagten prüft, ob seine Aussage richtig oder falsch ist. Auch ist ein Advokat der Verwaltung anwesend sowie der Hohepriester und in alten Tagen ein Vertreter des Büros für Advokat Dienste des Drachenordens.

Heilige Bücher

Schriften

Der Ursprung unseres Glaubens, blaues Leder, dickes Pergament, ca. 800 Seiten Illustrierte Ausgabe über die Welt der Götter. Es gibt nur noch zwei bekannte Ausgaben dieses Werkes. Das eine ist in der Tempelbibliothek in der Hauptstadt und das Zweite ist in der alten Ordensbibliothek. Es soll noch eine Ausgabe geben, die in der großen Bibliothek der Welt liegt. Doch diese Bibliothek ist nur eine Legende.

Die Heilige Schrift des Drako Vorik, braunes dunkles Leder mit roter Schrift, dickes Pergament, ca. 500 Seiten. Es gibt nur noch zwei Exemplare dieses Werkes. Eines liegt in der großen Tempelbibliothek und das andere soll beim letzten Hohepriester des Gottes ein.

Rest

Jede Gottheit hat ihr eigenes heiliges Buch. Dieses können nur die Priester lesen. Für jeden anderes ist es leer. Außer der Gott erlaubt es außenstehen, die Passage auch zu lesen. Dann öffnet der Gott das Buch genau an der Stelle, an der die Textpassage steht, die gelesen werden soll. Somit kann nicht freiwillig gewählt, was man lesen möchte, sondern der Gott sucht die stelle. Natürlich gibt es auch in den kleinen Tempel jeweils eine Abschrift der 12 Bücher. Doch in den letzten Jahrhunderten diktieren die Götter einem Tempelschreiber ein Buch, welches die wichtigsten Passagen aller 12 enthält. Dieses Buch ist das Heiligtum in den kleineren Tempeln.

Legenden

Einzelnachweise

  1. Richard Schwartz: Götterkriege Band "Der Wanderer"